Posts

Fitbit Charge 2, Fitbit Ionic, Garnin Fenix 5x - Top's und Flop's

Fitbit Charge 2, Fitbit Ionic, Garnin Fenix 5x - Top's und Flop's

Vor einigen Jahren bekam ich von irgendwo her einen Schrittzähler für den Gürtel geschenkt. Das Teil funktionierte damals noch mit einer kleinen Kugel im Innern, die sich bei jedem Schritt bewegt und somit die Schrittzählung ausgelöst hat. Für meine Begriffe war das Ding eher unbrauchbar, aber damals bereits weit verbreitet. Der Wunsch, meine täglichen Schritte zu zählen war dann doch nicht so gross, dass ich das Gerät länger als zwei Tage getragen habe.

Der nächste Schrittzähler war dann als App auf meinem neuen Smartphone von Samsung. Das klappte aber leider nur dann, wenn ich das Gerät auch immer bei mir getragen habe. Bei mir liegt das Smartphone aber sehr oft irgendwo rum und daher ist das Zählen der Schritte mit dem Smartphone extrem ungenau und somit genauso wenig brauchbar wie der oben erwähnte Zähler am Gürtel. Mein Wunsch war ein Fitness-Tracker mit Schrittzähler und kontinuierlicher Pulsmessung.

Das erste Gerät, welches diese Wünsche dann auch erfüllt hat, war die Fitbit Charge 2.

 Charge2

Die Charge 2 ist ein typischer Fitness-Tracker. Geht also nicht unter Smart-Watch. Zumindest für mich nicht. Wer einen zuverlässigen Tracker mit Pulsmessung sucht, der ist mit diesem Tracker wirklich gut bedient. Das Teil ist sehr leicht, sieht elegant aus und hält auch einige Zeit ohne Steckdose durch. Allerdings muss ich auch betonen, dass Fitbit scheinbar mit Bluetooth, Synschronisation und Nachrichten eines Smartphones ziemlich auf Kriegsfuss steht. Der Tracker könnte nämlich ankommende Anrufe und Messages von Whatsapp und dergleichen signalisieren. Könnte... tut er aber nicht, nicht immer oder nur hin und wieder. Bei mir funktionierte die Signalisation eines Telefonanrufes nur etwa zwei Tage lang richtig. Von diesem Zeitpunkt an meldete sich der Tracker meistens erst dann, wenn der Anrufer schon wieder aufgelegt hatte. Trotz allen erdenklichen Optimierungsmöglichkeiten habe ich dieses Problem nie in den Griff gekriegt. Genauso Mühe bereitet Fitbit die Herstellung von robusten Armbändern. Dabei ist es völlig egal, ob es die Original- oder Ersatzbänder sind. Die Silikonbänder eignen sich vom Verschleiss her wohl eher dann, wenn der Tracker von einer Schaufensterpuppe getragen wird und damit sichergestellt ist, dass sich die Uhr nie bewegt. Sorry Leute, das geht gar nicht. Wenn man Sport macht mit so einem Teil, dann erwartet man auch, dass das Ding etwas aushält.

Die Synchronisation der Uhr mit dem Smartphone geschieht mit einer optisch und inhaltlich wirklich gelungenen App von Fitbit. Das meine ich absolut ernst, denn was die App angeht, ist in meinen Augen Fitbit unerreicht. Mit der App steht und fällt irgendwie auch der Spass am Fitness-Tracking. Allerdings müht sich die App doch schon sehr ab, wenn der Tracker mal zwei oder dreit Tage nicht synchronisiert wurde. In diesem Fall kann es vorkommen, dass die Synchronisation der Daten zur echten Geduldsprobe wird.

Man könnte jetzt natürlich meinen, dass ich von der Charge 2 wenig begeistert bin. Das stimmt so aber in keiner Weise. Im Gegenteil, das Ding ist leicht, handlich und liefert aus meiner Sicht sehr interessante Daten. Auch die Genauigkeit scheint mir durchaus im grünen Bereich. Für Handwerker dürfte das Gerät aber wenig geeignet sein, da es halt einfach nicht sonderlich viel aushält. Wasserdicht ist der Tracker z.B. nicht und bei mir sah die Glas-Oberfläche schon nach zwei Wochen ziemlich schlecht aus. Mal kurz irgendwo an einer harten Oberfläche entlang geschrammt und die Uhr hatte den ersten üblen Kratzer abbekommen.

Nach etwa einem Jahr Fitbit Charge 2 kam bei mir der Wunsch auf, das Gerät durch eines zu ersetzen, das etwas mehr auf dem Kasten hat. GPS wäre cool und die eine oder andere App. Da ich mit den Geräten von Apple so gar nichts anfangen kann, schränkte dies die Auswahl bereits etwas ein. Alles in Allem war ich mit der Charge 2 recht zufrieden und so entschied ich mich nach langem hin und her für die Fitbit Ionic.

Ionic

Eigentlich wäre das in Sachen Funktionen, Design und der verfügbaren Apps eine durchaus gute Wahl gewesen. Wäre....

Ganz ehrlich, das Gerät hat mich perönlich richtiggehend enttäuscht. Liebe Firma Fitbit, Ihr habt in meinen Augen sowas von versagt und somit auch einen Kunden verloren. Wie kann man nur dermanssen billieren bei der Kür und versagen bei der Pflicht. Schämt Euch und das in Grund und Boden. Allein die Inbetriebnahme der Smartwatch hat mich einen Tag gekostet und dann lief sie noch immer nicht. Zufällig waren an diesem Tag gerade die Server von Fitbit down und ohne diese Server geht leider gar nichts. Allein schon die Installation des Betriebssystems dieser Uhr kostet jedes Mal Unmengen von Zeit und daran ändert auch die Verbindung zum WLAN herzlich wenig. Die Auswahl der Apps ist ziemlich überschaubar und wenn man das GPS einschaltet, dann kann man dem Akku förmlich zuschauen, wie er leer wird.

Ob man es glaubt oder nicht, aber all die Widrigkeiten hätten mich trotz allem noch Fitbit-Kunde bleiben lassen, aber das Teil konnte, wie schon die Charge 2, keine Nachrichten vom Smartphone zuverlässig synchronsieren. Auch hier kamen die Infos mit einer sehr grossen Verzögerung oder dann gar nicht. Auch die Synchronisation der Daten klappte keinen Deut besser. Wer jetzt glaubt, dass das an meinen Smartphone hätte liegen können, dem sei gesagt, dass das Teil auch an einem anderen Smartphone, das ganz offiziell von Fitibit unterstützt wir, nicht funktioniert hat.

Schade. Die Smartwatch hätte die vielleicht beste auf dem Markt werden können. So ist sie einfach nur Schrott. Sie glauben mir nicht? Ich habe versucht die Smartwatch, welche ich zu einem Preis von rund 350 CHF erstanden habe, für 220 CHF nach einem Monat zu verkaufen. Niemand, aber auch wirklch absolut niemand ist bereit für diese Uhr den Preis zu bezahlen. Bei Ricardo habe ich Geräte gesehen, die auch für 180 CHF nicht weg gegangen sind.

Gibt es demnach wirklich nichts Gutes über die Ionic zu berichten? Doch! Sollte die Firma Fitbit sich irgendwann mal um eine anständige Software bemühen und ihre Server-Probleme in den Griff bekommen, dann könnte das Teil durchaus seinen berechtigten Platz in der Welt der Smart-Watches einnehmen. Allein schon die Tatsache, dass das Gerät über einen kleinen Touchscreen verfügt, macht es sehr interessant. So lange Fitbit aber in Sachen Grundfunktionen nichts unternimmt, dürfte die Smartwatch einfach nur eine smarte Idee bleiben. Meine Meinung.

Wenn ich mir unterdessen etwas nicht mehr antue, dann ist es mich mit Schrott herumzuschlagen. So wanderte die Ionic halt kurzerhand in die Schublade und ich hielt Ausschau nach einem anderen Gerät. Gefunden habe ich die Garmin Fenix 5x:

Fenix5x

Okay zugegeben, die Smartwatch ist riesig. Es braucht einige Zeit, bis man sich an das Teil gewöhnt hat. Einen Touchscreen sucht man hier vergeblich, aber damit sind für mich die Nachteile auch schon aufgezählt. Ein Anderer würde hier vielleicht noch den stolzen Preis von 650 CHF anfügen, aber das ist für mich nicht relevant. Lieber mehr ausgeben und dafür erfüllt das Gerät auch den zugedachten Zweck als die Hälfte zahlen und dafür doch nicht das erhalten, was man sich erhofft hat.

Was kann der Fenix 5x? Das Gerät kommt mit Pulsmesser, GPS und Kompass daher. Die Inbetriebnahme dauert zwar auch einige Zeit, die Fluchwörter kann man aber getrost weglassen. Es dauert einige Zeit, weil die Software sehr gross ist und die Aktualisierungen der eingebauten Karten usw. halt ihre Zeit benötigen. Alle Aktualisierungen sind mit Garmin Express einfach auszuführen. Es muss lediglich darauf geachtet werden, dass man die neuste Version von Garmin Express installiert. Unterlässt man das, kann es sein, dass die Aktualisierung nicht gestartet werden kann bzw. man eine Fehlermeldung erhält, die das Problem nicht da vermuten lässt, wo es sich wirklich befindet.

An die Grösse und Bedienung der Smartwatch habe ich mich schnell gewöhnt. Zugegeben, am Anfang müht man sich mit den Knöpfen und Menus ein wenig ab. Hat man aber die Logik mal erfasst, geht das sehr einfach. Wenn man sich die Fenix 5x gönnt, erhält man eine äusserst robuste und wasserdichte Smartwatch. Wasserdicht heisst aber nicht, dass das Gerät auch mit grossen Verschmutzungen gut klar kommt. Es sammelt ich an der Unterseite in der Ladebuchse auch gern mal Schmutz an.

Die Fenix 5x macht schon rein optisch einiges her. Allerdings ist sie auch ohne das optionale Stahl-Armband ziemlich schwer. Da ich meine Smartwatch auch nachts trage, hat es zwei, drei Tage gedauert, bis ich mich von der Fitbit Charge 2 auf das erheblich grössere Format umgestellt habe.

Es wäre falsch, jetzt hier bereits die Garmin Fenix 5x grossartig zu loben, wenn ich vorher die Fitbit Ionic in den Boden gestampft habe. Ich lasse mir hier jetzt erstmal ein Jahr Zeit, bevor ich ein Urteil fälle. Aber bisher sind ein paar Dinge klar aufgefallen:

- Der Akku hält im Normalbetrieb (ohne GPS) sehr gut 5 Tage und mehr

- Die Schrittzählung funktioniert in meinen Augen etwa gleich gut wie bei Fitbit

- Die Auswertung des Schlafes ist meiner Meinung nach bei Fitbit besser, reicht aber aus

- Die Auswahl der Apps ist sehr gross und die meisten Apps sind erst noch kostenlos

- Die Uhren-Anzeigen (Watch-Faces) sind umfangreich und können auf Knopfdruck geladen werden

- Das Silikon-Armband gibt auch hier bereits nach 3 Monaten langsam den Geist auf

- Die Benachrichtigungen von Whatsapp und allen sonstigen Apps funktioniert einwandfrei. Eine Ausnahme bildet hier die SMS-App. Die funktioniert nicht

- Das Fitbit-Portal ist in meinen Augen erheblich freundlicher gestaltet als die App von Garmin. Die App von Garmin ist in schwarz gehalten und erinnert mich irgendwie an die Seite eines Bestattungsinstitutes

- Die Garmin-App kommt mit einer vergrösserten Bildschirm-Darstellung am Handy nicht klar. Da ich Augen habe wie ein Maulwurf, bin ich aber leider auf diese vergrösserte Darstellung angewiesen

Falls jemand jetzt denkt, dass ich mit diesem Post irgendwie Fitbit schlecht machen möchte, muss ich das korrigieren. Ich habe verschiedene Tracker / Smartwatches getestet und einfach für mich eine Entscheidung gefällt. Könnte ich wählen, dann würde meine Smatwatch eine Mischung aus Fitbit Ionic und Garmin Fenix 5x sein. Beide Hersteller haben noch viel Potential und ich bin jederzeit gern bereit wieder einen neuen Test zu starten. Das Ergebnis wird dann sicher wieder hier zu finden sein :-)

 

 

 

 

 

Rec Room - Update Required

Das Online Portal Rec Room erfreut sich unterdessen immer grösserer Beliebtheit. Leider stelle ich fest, dass oftmals nach grösseren Updates sogleich Stunden danach ein zweites folgt, da beim vorhergehenden Update etwas schief gegangen ist. Bisher beschränkten sich die Probleme, zumindest bei meiner Installation, auf Funktionen des Rec Rooms selbst, die aber erst nach dem Login zum Tragen kamen.

Seit etwa dem 10.05.2018 tritt ein ganz neues Problem auf. Am Vortag lief ein Update, welches soweit auch okay war. Am 10.05.2018 war es mir dann nicht mehr möglich, mich im Rec Room anzumelden. Einerseits fehlte die Auswahl des Benutzers, anderseits erschien dann vor dem Eintritt in den Dorm Room die Meldung "Rec Room update required". NIcht besonders lustig, da nun kein Login möglich war. Das fehlende Update wurde auch nach mehrmaligem Neustart nicht installiert. Auf dem Internet kursieren zwar verschiedene Lösungensansätze zum Problem, aber ich bastle nicht wirklich gern am VR-Computer rum. Das Teil zickt schon oft genug und schnell ist die Installation komplett im Eimer.

Meine Lösung zu diesem Problem ist einfach und auch zeitlich tragbar. Deinstalliere einfach die Applikation Rec Room im Steam Portal. Hierzu ins Portal einloggen und die installierten Applikationen auflisten lassen. Mit Rechtsklick auf Rec Room kann man diesen deinstallieren. Das geht ziemlich flott. Anschliessend im Steam-Portal wieder nach Rec Room suchen und die Installation erneut starten. Die Version wird anschliessend heruntergeladen und neu installiert. Bei mir hat dies tiptop funktioniert. Allerdings gibt es einen Wermutstropfen. Unterdessen musste ich diesen Vorgang bereits zweimal hinter mich bringen. Am Folgetag kam nämlich die Meldung "Rec Room update required" bereits wieder. Erst am dritten Tag war dann Ruhe.

Musik und Bewegung mit VR - Audioshield rockt

Als ich mit VR begonnen habe, war ich über die Vielfalt der zur Verfügung stehenden Anwendungen unglaublich erstaunt. So ein Flug über die Dächer der Welt mittels Google Earth oder ein Ausflug auf einen Berggipfel mit einer atemberauschenden Aussicht ersetzt zwar niemals den realen Gang nach draussen, ist aber dennoch ein unvergessliches Erlebnis.

Wer sagt aber, dass sich die Realität nicht bis zu einem gewissen Grad durch die virtuelle Realität ergänzen lässt? Genau danach habe ich gesucht. Ich wollte mein Fitness-Programm durch VR ergänzen. Ich bin es zum Beispiel gewohnt, dass ich auf dem Crosstrainer, dem Spinning-Bike oder dem Laufband Musik höre, TV schaue oder sogar ein Webinar besuche. Zwar bewegt man sich im VR durchaus, aber meistens kommt man dabei nicht grossartig ins Schwitzen. Das lässt sich ändern...

Seit einigen Wochen gönne ich mir hin und wieder ein paar Runden Audioshield. Audioshield ist zu finden unter audio-shield.com

Nun, worum geht es? Wer Musik und Bewegung mag, der könnte auch Audioshield lieben lernen. Nachdem man Audioshield gestartet hat, wählt man sich zuerst mal ein Musikstück oder ein Musikvideo aus. Hier bieten sich verschiedene Möglichkeiten an. Z.B. erhält man gleich beim Start ein paar populäre Videos von Youtube zur Auswahl. Das ist dann auch gleich die einfachste Variante. Video auswählen und schon kann es losgehen. Wer genau sein "Stück" möchte, der gibt den Suchbegriff bei Youtube ein oder wählt einen Track, den er vorher auf dem Computer gespeichert hat.

Nein, damit ist es noch nicht getan. Wenn man einfach nur Musik hören möchte, dann braucht man eher kein VR. Bei Audioshield wählt man nach dem Track noch einen Schwierigkeitsgrad, die Art der Schilde und der Umgebung. Nun kann es losgehen. Man startet den Titel und ab jetzt hat man alle Hände voll zu tun. In der rechten Hand hält man ein oranges Schild und in der Linken ein Blaues. Je nach Musikstück kommen nun orange, blaue oder violette Bälle auf einem zugerast. Diese gilt es mit dem richtigen Schild abzuwehern. Letztere werden abgewehrt, indem man beide Schilde zusammenführt.

Was bei der Erklärung sehr trivial daherkommt, kann schon nach kurzer Dauer süchtig machen. Das Abwehren der Bälle wird zu einer Art "Tanzakt" und macht mit der richtigen Musik echt Spass. Bei diesem Spiel ist man während der Dauer eines Tracks echt in Bewegung und wird auch am Ende bewertet. Es reicht für eine gute Bewertung nicht, einfach nur die Bälle abzuwehren. Nein, die Bewertung erfolgt auch anhand der Art der Bewegungen und deren Intensität.

Ich habe unterdessen zahlreiche Musikstücke durchprobiert und bin zum Schluss gekommen, dass mein "Lieblingssound" nicht automatisch auch mein "Lieblings-Audioshield-Sound" wird. Jedes Musikstück wird in eine Art "Ball-Choreographie" umgerechnet die sich dadurch auch jederzeit wiederholen lässt. Musik mit einem gewissen Beat hat sich da als geeigneter herausgestellt als solche, die eher gemütlich daherkommt.

Mein Fazit: Wer sich gern im VR etwas mehr bewegen und damit auch sein tägliches Training ergänzen möchte, der bekommt mit Audioshild ein sehr angenehmes Trainingsgerät an die Hand. Ich persönlich kann die Software echt empfehlen und wünsche mir mehr Tools dieser Art

HP ML350 G9 Server mit Samsung EVO SSD - Testbericht

Wer Server von HP installiert, der weiss, Solid State Drives (SSD) sind sehr teuer. Die Frage, die sich hier oftmals stellt ist, ob man hier auch SSD's von Drittanbietern einsetzen kann.

Es versteht sich von selbst, dass man eine SSD nicht einfach mal einen halben Tag in einem Server zum Einsatz bringen und dann bereits von einem stabilen Betrieb reden kann, wenn sie noch läuft. Die Testeinrichtung bei der QNex GmbH umfasste für einen Test mit einer Samsung EVO-SSD folgende Komponenten:

- HP ML350 G9 Server mit Windows 2016 Server Standard

- Zwei Original HP SSD's mit einer Kapazität von 480 GB im RAID 1 Verbund

- Eine Samsung EVO 850 GB mit 500 GB Kapazität

Selbstverständlich werden sich jetzt die Kritiker bereits melden und darauf hinweisen, dass EVO-Disks im Server-Umfeld nichts zu suchen haben. Bis zu einem gewissen Grad bin ich da sogar derselben Meinung. Allerdings laufen in einem Server RD450 bei der QNex GmbH seit über einem Jahr 4 dieser Disks bisher einwandfrei. Das bedeutet zwar noch lange nicht, dass die EVO's auch in Zukunft ihren Dienst im Server zuverlässig verrichten, aber das Gegenteil ist dadurch auch nicht bewiesen. Auf dem Server laufen übringes im Schnitt 4 virtuelle Server unter Hyper-V und verschiedene MySQL-Datenbanken.

Aber zurück zum Thema. Läuft die EVO auch in einem HP ML350? Antwort: Die EVO läuft, aber nach ein paar Minuten beginnt der Ärger. Aber eins nach dem anderen

Die EVO-Disk lässt sich natürlich nur mit einem entsprechenden Caddy auch im Server verbauen. Ist diese Hürde mal genommen, kann die Disk wie gewohnt im laufenden Betrieb in den Schacht reingeschoben werden. Im Array Manager wird die Disk auch sofort erkannt. Hier zeigt sich dann bereits der erste Unterschied zu den Original-SSD's. Die Samsung EVO hat keine entsprechende Firmware von HP drauf. Der Controller erkennt das und kann dadurch auch die Lebenserwartung der SSD nicht anzeigen. Dieser Umstand stört vorerst mal in keiner Weise. Mit ein paar Klicks lässt sich dann auch ein RAID0 mit dieser einen SSD erstellen. Auch das bereitet keine Probleme. Schliesslich muss die SSD noch im Festplattenmanager initialisiert werden und gut ist. Jetzt erscheint diese als neues Laufwerk im Explorer.

Klingt doch soweit ganz ordentlich. Versucht man dann mal testweise ein paar Gigabyte an Daten auf die Platte zu schreiben oder davon zu lesen, dann macht sich ebenfalls kein Fehler bemerkbar. Die SSD ist schnell und alles läuft ganz ordentlich. Fragt sich, wo denn nun der Haken ist. Dieser macht sich nach ein paar Minuten dann ganz von allein bemerkbar. Der bzw. die Lüfter des Servers drehen auf 100% Leistung hoch und dieser Zustand kann ab diesem Zeitpunkt nicht mehr geändert werden. Für die "Nicht-Kenner" von HP Servern sei gesagt, man hört zu diesem Zeitpunkt schon fast sein eigenes Wort im Raum nicht mehr. Die Lüfter sind nicht nur laut, sie sind ohrenbetäubend.

Was ist passiert? Im Array Manager hat sich bereits gezeigt, dass die SSD's keine Firmware haben, die der Controller von HP auch auslesen kann. Leider kann der Server so auch nicht feststellen, wie es um die Temperatur der SSD steht. Dies führt dazu, dass die Regelung der Lüfter schlicht weg nicht mehr funktioniert. Fazit: Die Lüfter drehen hoch und bleiben in diesem Zustand.

Leider ist dieses Ergebnis auch automatisch das vorläufige Ende der Tests. SSD's von Drittanbietern werden somit den Weg in unsere Server als günstige Alternative nicht finden. Vielleicht gibt es SSD's von anderen Herstellern, die kompatibel sind, aber das wird sich dann erst bei einem anderen Test zeigen.

TPCast - Die Verbindung des PowerPacks zum Router macht Probleme

Die ersten paar Wochen Betrieb der TPCast-Wireless-Ausrüstung sind ins Land gegangen und es kommen nach und nach mehr Erkenntnisse zusammen. Alles in Allem ist TPCast recht gut gelungen und ich habe auch schon den einen oder anderen Benutzer im RecRoom getroffen. Mal abgesehen davon, dass so ziemlich jeder TPCast-Benutzer seine eigene Lösung für das fehlende Mikrofon finden musste, hat sich keiner grossartig über das Gerät beklagt. Allerdings wurde ich bereits mehrfach darauf angesprochen, ob ich möglicherweise auch Probleme beim Verbinden habe. An dieser Stelle muss ich vielleicht für den Nicht-TPCast-Benutzer erklären, um was es bei diesem Problem überhaupt geht.

Damit ein Wireless-Headset wie TPCast überhaupt die enorme Datenmenge zur VR-Brille übertragen kann, braucht es nicht nur einen Empfänger auf dem Headset mit dem entsprechenden Sender am Stativ, sondern auch einen Wireless Router. Was denn nun welches Gerät genau macht und mit wem es kommuniziert, ist gar nicht mal so leicht herauszufinden. Tatsache ist, dass man für die Inbetriebnahme der Wireless-Einichtung den so genannten Connection Assistant for VIVE starten muss. Dieser Assistent ist ein Programm, das auf dem PC gestartet wird. Die Verbindung der VR-Brille mit dem Computer läuft dann in 4 Schritten ab:

1. Es wird geprüft ob der Router erreichbar ist

2. Die sogenannte Power Box wird verbunden (Dazu komme ich dann unten noch)

3. Die Kabelverbindung (Müsste die vom PowerPack zum Empfänger sein) wird geprüft

4. Sind Punkt 1 - 3 okay, wird das System geladen

Eigentlich folgt nun Punkt 5. Nach dem Laden des Systems startet man Steam VR oder direkt eine Applikation wie RecRoom.

Der Spass hört oftmals bei Punkt 2 bereits auf. Der Power Box Connect dauert dann ungewöhnlich lang und bricht schliesslich ab. Statt dem 3. Punkt erscheint dann die Möglichkeit, die Angaben von SSID und Kennwort für das WLAN zu prüfen.

Wie bereits in einem vorangegangen Post erwähnt, gibts hier wohl Ärger mit dem Router, der sich mit dem PowerPack verbinden muss. Ausserdem habe ich bereits ein paar neue Erkenntnisse sammeln können, die dem einen oder anderen Benutzer vielleicht etwas helfen. Sehen wir uns also zuerst mal den Start der Einrichtung an. Bei mir sieht die Reihenfolge unterdessen so aus:

- PC und TPCast-Router hochfahren

- Basisstationen und Empfänger hochfahren nachdem der PC eine stabile Verbindung zum Internet hat

- Wenn Basis bereit, dann PowerPack der Brille einstecken

- Etwa zwei Minuten warten

- Connection Assistant starten

- Falls Assistant durchläuft, dann Steam VR starten

- Falls Assistant nicht durchläuft, dessen Task beenden und PowerPack nochmals ausstecken und wieder einstecken

- Assistant erneut zu staten probieren

- Falls Assistant nicht durchläuft, dann in Router einloggen (Nichts ändern an der Konfiguration)

- Assistant nochmals beenden und nochmals neu starten

Wieso dieses ungwönliche Vorgehen? Nun, in etwa 5 von 10 Versuchen klappt die Verbindung des Routers zum PowerPack auf Anhieb. Bei weiteren 4 Versuchen komme ich mit dem oben erwänten "Probieren" zum Ziel. Bleibt noch ein Versuch übrig und der ist wiederum mein Notnagel. Wer den Hilfestellungs-Post gelesen hat, der hat auch mitbekommen, dass ich einmal festgestellt habe, dass mein 5Ghz-Signal am Router abgeschaltet war. Anfangs dachte ich noch, dass es möglicherweise mit einer Fehlmanipulation meinerseits zu tun gehabt haben könnte. Kann ja mal passieren, dass man irgendwo rumfummelt wo man nicht sollte. Unterdessen ist dieser Fall aber bereits drei Mal eingetreten. Ich konnte keine Verbinung mit dem PowerPack herstellen und habe mich im Web-Interface des Routers eingeloggt. Siehe da, Häkchen bei 5Ghz verschwunden...

Hier kommt nun mein Notnagel zum Zug. Ich habe eine Sicherung der Konfiguration des Routers auf meinen Desktop gespeichert. Diese kann ich dann bedenkenlos im Router neu einlesen. Siehe da, wenn ich das bisher gemacht habe, kam die Verbindung wie durch Geisterhand wieder zu Stande.

Hier noch zur Erinnerung die Stati der LED's, wie sie bei meiner Ausrüstung sein sollten. Ich habe dazu 4 ganz kurze Videos gemacht:

Basisstation_und_Transmitter

Brille_HMD_Receiver

Connection_Assistant

TPCast_Router_5Ghz

Diese Videos zeigen lediglich den Zustand der LED's und sonst nichts. Wird der Connection-Assistant gestaertet, versucht die Software über den Wireless-Router das PowerPack zu erreichen. Eine geglückte Koppelung erkennt man daran, dass die 5Ghz-LED des Routers sehr schnell zu blinken beginnt.

Leider kann ich im Moment noch nicht genau sagen, woran die Verbindung so oft scheitert. Dass der Router die Konfiguration nicht richtig lädt ist sicher ein Grund, kann aber irgendwie nicht so recht der Einzige sein. Sobald ich Zeit finde, werde ich mir mal mit dem Packet-Analyzer Wireshark die Datenpakete des Netzwerks vornehmen. Ich erhoffe mir, dass ich damit erkenne, ob es der Router ist, der das PowerPack nicht findet, das PowerPack, das den Router nicht findet oder irgend eine Kombination von beiden Varianten. Lassen wir uns mal überraschen :-)

 

HTC Vive und TPCast - Ein paar Hilfestellungen bei Problemen

HTC Vive / TPCast - Probleme und Lösungen

Wer sich die HTC Vive beschafft hat, der wird schnell mal mit technischen Problemen konfrontiert. Manche Probleme beheben sich fast von selbst, andere wiederum sind mit viel Recherche und auch ein paar ganz neu kreierten Fluchwörtern zu beheben. Ich weiss wovon ich spreche, denn ich habe meine Vive seit über einem halben Jahr im Einsatz und die Liste mit Problemen ist unterdessen lang...

Die Beschaffung

Okay, die Beschaffung der Vive wie auch TPCast ist jetzt kein Prolbem mehr. Vor einem Jahr sah das noch ganz anders aus. Sowohl die Vive wie auch TPCast liessen lang, ja sogar sehr lang auf sich warten. Das ist unterdessen wesentlich einfacher, da sich die Teile nun fast ohne Wartezeiten bestellen bzw. liefern lassen.

Der Aufbau der HTC Vive

Die HTC Vive ist vom Aufbau her eigentlich recht einfach. Dennoch werden auch dem versierten Anwender oder Techniker einige Steine in den Weg gelegt:

Es beginnt schon mit dem notwendigen Platz für die VR-Umgebung. Zwar kann man die HTC Vive auch in einer Stehposition (Man bleibt auf ein und dem selben Platz stehen und dreht sich nur um die eigene Achse) verwenden, abrer mehr Spass macht es halt schon, wenn man eine Fläche von 2x2 oder noch besser 3x3 Metern zur Verfügung hat. Also mal alles wegräumen was da so im Weg steht und los geht's.

Hat man dann das Platzproblem mal gelöst, dann müssen die Bassistationen installiert werden. Die mitgelieferten Halterungen eignen sich zwar für eine Wandmontage, aber einfach mal kurz ein paar Dübel in die Wand knallen, das ist nicht jedermanns Sache. Auch Löcher in die Front des neuen Regals des Wohnzimmers zu bohren dürfte keine wirkliche Option sein. HTC empfiehlt hier entweder Stative zu verwenden oder die Bassistationen z.B. einander gegenüberliegend auf einem Schrank, Regal oder sonst wie aufzustellen. Ich selbst bin in der komfortablen Lage, über zwei Stative zu verfügen, an denen sich die Bassistationen bequem befestigen lassen. Die Stative lassen sich bis unter die Decke ausziehen. Alternativ könnte man z.B. Klammern kaufen, wie man sie auch bei Schreibtischlampen und dergleichen kannt. Dies Klammern montiert man dann an die Basisstationen. So lassen sich diese dann ohne Löcher zu bohren z.B. an einem Regal befestigen.

Die Bassistationen können in zwei Modi betrieben werden. Entweder frei stehend oder verbunden über ein Sync-Kabel. Ich empfehle die Variante mit dem Kabel. Wichtig: Verwendet man Basisstationen mit dem Sync-Kabel, dann muss eine Station auf A und die andere auf B eingestellt werden. Ohne Kabel eine Station auf B und die andere auf C. Umstellen kann man den Modus jeweils auf der Rückseite der jeweiligen Basisstation. Dort hat es einen Knopf. An der Front wird dann a, b oder c angezeigt.

Hier das nächste Problem und die mögiche Lösung: Ist die HTC Vive mal in Betrieb, dann kann es sein, dass die Basisstationen öfters im Steam-Portal grau angezeigt werden. Das heisst, es wird kein Signal von den Dingern empfangen. Gemeint ist die folgende Anzeige:

vive_steam

Bild 1

Die beiden rechten Symbole zeigen den Status der Basisstationen. Sind einzeln oder im Wechsel immer mal wieder grau, dann deutet dies auf eine schlechte Verbindung hin.

Meine Lösung:

- Sorgen Sie dafür, dass beide Basisstationen exakt aufeinander ausgerichtet sind. Die beiden sollten sich mittig erreichen. Stellen Sie Sich vor, sie würden zwei Taschenlampen einander genau gegenüber halten. So sollte es sein. Ein Trick: Spannen Sie einfach einen dünnen Faden zwischen die Stationen um sie wirklich auf eine Linie zu bringen. Danach können Sie den Faden wieder entfernen

- Installieren Sie die Stationen auf eine Höhe von mindestens zwei Metern. Wenn Sie später die Controller nach oben halten, dann sollten diese, wenn immer möglich, nicht über die Basisstationen ragen. Ich weiss, das ist oftmals Wunschdenken. Zwei Meter sind aber durchaus okay

- Richten Sie die Stationen im Winkel von 45 Grad zum Boden. Nehmen sie es mit dem Winkel lieber zu genau als nicht. Ich habe einige Zeit nicht bemerkt, dass meine Bassistationen viel zu flach ausgerichtet waren. Das führt zu ständigen Verbindungsabbrüchen und macht dann keinen Spass

- Sorgen Sie dafür, dass die Basisstationen freie Sicht zueinander haben und auch das ganze Spielfeld wirklich frei ist

- Decken Sie, sofern möglich, Metallflächen und Spiegel mit einem Tuch ab. Diese Flächen verursachen oftmals Reflexionen und diese sorgen ebenfalls für Störungen beim Tracking

Der Computer

Als ich meine HTC Vive beschafft habe, habe ich auch die Leistung, die ein Computer für das VR-Erlebnis haben muss, vollkommen unterschätzt. Eigentlich ist diese Aussage nicht ganz richtig. Ich habe die Leistung der Grafikkarte unterschätzt. Mein Lenovo mit i7-Prozessor der neusten Generation hatte zwar alle notwendigen Anschlüsse (USB 3.0, HDMI), aber Bild kam dann doch keines. Mal schnell aus dem Lager eine andere Grafikkarte geholt und eingesetzt. Shit - Die GTX 1060 von Nvidia wäre zwar leistungsfähig genug, aber die braucht einen zusätzlichen Stromanschluss und den stellt mein Lenovo nicht zur Verfügung. Ist halt einfach nur eine simple Büromaschine und kein Gaming-Computer. Für mich jetzt kein Weltuntergang, da ich weiss wie man einen Computer mit zwei Netzteilen einspeisen kann, aber für jemanden der sich damit nicht auskennt, ein Grund zum Verzweifeln. Lange Rede, kurzer Sinn: Beachten Sie, dass die HTC Vive einen entsprechenden Rechner inkl. leistungsfähiger Grafikkarte benötigt. Das steht so nicht gleich offensichtlich auf der Verpackung. So ein Rechner kann schnell mal mit über 2'000 CHF zu Buche schlagen. Ohne die notwendige Hardware wird aber die Vive nicht laufen.

Mehr Power für die Grafikkarte

Für die Technik-Nerds hier noch ein paar Worte zum oben erwähnten Zusatz-Netzteil. Mein Rechner verfügt im Moment in der Tat über zwei Einspeisungen. Ein Netzteil (intern) für den Betrieb des PC und ein zweites (extern), nur für die Speisung der Grafikkarte. Normalerweise würde dies eigentlich gar nicht gehen, da ein herkömmliches Netzteil sich ohne das angeschlossene Board nicht einschalten lässt. Das lässt sich jedoch mit einem Trick dennoch bewerkstelligen: Im Internet gibt es Anleitungen, welche Kontakte man überbrücken muss, damit das Netzteil dennoch startet. Aus Sicherheitsgründen rate ich hier ausdrücklich von dieser Schaltung ab. Wer es wie ich dennoch machen will, der soll das auf eigene Verantwortung tun. Ich lehne jegliche Haftung hierfür ab

Firmware-Upgrade der Komponenten

Ist die Anlage fertig aufgebaut, dann braucht man erstmal Steam. Steam ist das Portal und die Steuerung für die VR-Brille. Ich rate hier, alle Updates auch wirklich auszuführen. Steam zeigt alle Geräte an, für die ein Update verfügbar ist. Die Geräte müssen für das Update jeweils über das USB-Kabel direkt am PC angeschlossen werden.

Vorsicht: Sollte ein Update schief gehen, kann es sein, dass Ihre Basisstationen, der Controller oder das Headset nicht mehr richtig funktionieren. Wenn z.B. die Basisstationen nicht mehr funktionieren, dann nicht gleich verzweifeln. Es gibt Möglichkeiten, eine korrupte Firmware mit einem Binary-File manuell zu überspielen. Bevor man also die Basisstationen in die Reparatur einsendet oder gar entsorgt, kann man mit etwas Googeln den Fehler möglicherweise selbst beheben.

Kein Bild am Headset

Wenn die Anlage korrekt läuft, dann muss das Headset auch erkannt und im Steam Vive angezeigt werden. Siehe Bild 1. Kein Bild auf dem Headset kann viele Ursachen haben:

- Die Kabel sind nicht richtig angeschlossen

- Die Grafikkarte ist zu schwach (Häufiges Problem)

- Das Gerät ist defekt (eher selten die Ursache)

Kommt kein Bild, würde ich zuerst mal empfehlen die Kabel zu prüfen. Habe ich wirklich alles so eingesteckt wie es in der Anleitung steht? Ist überall Strom vorhanden wo Strom benötigt wird? Sind alle Teile aufgeladen? Der Teufel steckt hier oftmals im Detail.

Grafik bricht zusammen (Zündaussetzer, Absturz)

Zugegeben, diesen Fehler habe ich mir selbst eingebrockt. Aber passieren kann das ziemlich schnell. Als meine Vive dann endlich lief, schien alles okay zu sein. Ich lud mir Rec Room von Steam herunter und fing an mich in verschiedenen Games zu bewegen. Der Hammer! Aber, immer wenn im Game so richtig viel los war, dann stürzte mein PC bzw. die Grafik ab. Erst nach einem Neustart des Computers konnte ich weitermachen. Es dauerte einige Zeit, bis ich den Fehler eingrenzen konnte. Der eine oder andere wird sich nun schief lachen, aber es war das externe Netzteil... Zu schwach. Kein Witz. 650 Watt zusätzliche Power nur für die Grafikkarte waren noch keine Garantie für einen stabilen Betrieb. Vermutlich war es auch nicht ein Mangel an Leistung, sondern nur die kurzen Spitzen, die das Gerät ausgeschaltet haben. Unterdessen habe ich ein anderes Netzteil mit 850 Watt und siehe da, die Abstürze gehören der Vergangenheit an

Kein Ton, kein Mikrofon

Mal ehrlich, VR ohne Ton macht keinen Spass und VR ohne Mikrofon ist eine grosse Einschränkung. Beides ist einfach ein Muss. Dann klappt beides nicht und man ist frustriert. Bei mir war das der Fall, aber die Lösung für einmal denkbar einfach.

Auf Bild 1 sieht man neben dem Steam VR noch ein kleines Dreieck, das nach unten zeigt. Dort kann man drauf klicken und die Einstellungen der HTC Vive anpassen. Bei mir musste ich dor die Ausgabe des Sounds auf die HTC Vive umstellen und auch das Mikrofon der Five wählen. Nach einem Windows Update kann es vorkommen, dass diese Einstellung flöten geht und man sie erneut machen muss.

Wichtig: Wer TPCast verwendet, der hat mit dem Mikrofon und der Kamera ganz andere Probleme. Ich komme dann weiter unten noch darauf zu sprechen

Nebel im VR - Gläser beschlagen

Damit die VR-Brille ihren Dienst ordnungsgemäss verrichtet, muss sie am Gesicht dicht anliegen. Das führt schnell mal zum Problem, dass man unter der Brille auch schwitzt. Die Folge, die Gläser beschlagen und man sieht nichts mehr.

Entgegenwirken kann man hier bis zu einem gewissen Grad, indem man den Schaumstoff-Aufsatz durch ein trockenes Teil auswechselt. Weiter gibt es auch extra Einsätze, welche die Feuchtigkeit der Brille aufnehmen. Trotzdem nur bedingt tauglich. Ich behelfe mir hier mit einem simplen Trick. Ich nehme gewöhnliches Haushaltspapier und mache einen Tropfen Spülmittel oder Seife drauf. Damit reibe ich dann die Gläser der Brille sauber. Dadurch entsteht ein Seifenfilm auf der Oberfläche der Linse und dieser verhindert ein Beschlagen derselben. Dieser Vorgang sollte regelmässig wiederholt werden, da nach ein paar Mal Reinigen auch der Seifenfilm wieder verschwindet

Qualität des Bildes ist nicht befriedigend

Nun, wer ein Bild im Bereich einer Auflösung von 4k erwartet, der wird zum Vornherein nicht auf seine Kosten kommen. Soweit ist die bezahlbare VR-Technik im Moment noch nicht. Aber es kann sein, dass man viele Ruckler, Ausfälle, Stopper und Verzehrungen hat. Das kann wiederum verschiedene Ursachen haben. Ganz oben ist hier mal die Leistung der Grafikkarte. Wenn die Karte es nicht bringt, dann ist auch das Bild nicht besser. An zweiter Stelle kommt hier das Tracking. Wenn die Brille nicht richtig geortet werden kann, dann ist auch der Bildaufbau mangelhaft. Es lohnt sich, die Ausrichtung der Basisstationen regelmässig zu prüfen. Auch die Raumvermessung sollte man regelmässig wiederholen. Oftmals stimmt das Niveau des Bodens nicht mehr. Das bewirkt dann, dass man in einem VR-Raum sich auf einmal über oder unter den Gegenständen befindet.

Endlich kabellos und dann kein Ton

Wie ich es bereits im vorangegangenen Blog nach der Beschaffung von TPCast erwänt habe, funktioniert das Mikrofon der HTC Vive nach der Umrüstung auf TPCast nicht mehr. Die Lösung mit dem Bluetooth-Mikrofon hat sich unterdessen sehr gut bewährt. Die Installation eines Bluetooth-Mikrofons ist keine grosse Sache. Falls noch kein Bluetooth-Adapter vorhanden ist, muss dieser am PC aber noch nachgerüstet werden.

Wichtig: Wenn vorher das interne Mikrofon der HTC Vive benutzt wurde, dann muss man dieses im Steam Vive unter den Einstellungen umstellen auf das Bluetooth-Mikrofon. Am Besten macht man anschliessend in der VR einen Test und fragt jemanden, ob man auch wirklich gehört wird.

TPCast - Auf einmal geht nichts mehr

TPCast lief bei mir einige Tage ziemlich stabil. Wenn man sich den Ablauf der Inbetriebnahme aller Geräte verinnerlicht hat, dann läuft die Anlage recht gut. Vor einigen Tagen kam dann endlich die bestellte Halterung für den PC Funksender. Dieser wird gemäss Anleitung am besten direkt neben einer der Bassistationen montiert. Hierfür habe ich eine ausgezeichnete Halterung bei der Firma Digitec AG gefunden:

Vive Joby

Die Halterung ist mit dem Sender kompatibel und kann bequem an ein rundes Stahlrohr montiert werden ohne dass sie abrutscht.

Nachdem ich meinen PC Funksender brav neben der Basisstation befestigt habe, blieb mir leider keine Zeit mehr zum unmittelbaren Testen. Erst am kommenden Abend konnte ich die Anlage wieder hochfahren und die Enttäuschung konnte grösser nicht sein. Die TPCast Applikation liess sich zwar starten, aber der zweite Test, das ist die Verbindung des Power-Adapters zum Router, schlug fehl. Ganz interessant war, dass dieser Test erflogreich verlief, wenn ich das ganze Power-Pack direkt neben den Router gelegt habe. Die Verbindung zum Headset funktionierte danach aber dennoch nicht mehr. Steam liess sich dann zwar kurzzeitig noch starten, aber das VR-Headset wurde nicht gefunden und die Basisstationen wurden oftmals ebenfalls nicht erkannt oder meldeten sich zeitweise ab.

Ich werde hier den genauen Prozess der Fehlersuche nicht Schritt für Schritt auflisten, da dies ein Roman würde. Kurz und gut, ich habe die Anlage in den Grundzustand ohne TPCast versetzt und mich da Stück für Stück mittels dem Ausschlussverfahren an den bzw. die Fehler herangetastet.

Fehler 1: Die Ausrichtung der Basisstationen war nicht mehr optimal

Lösung: Stationen wie oben bereits erwähnt ausrichten

Fehler 2: Die Konfiguration der 5Ghz-Antenne des Routers ist flöten gegangen

Lösung: Antennen manuell eingeschaltet

Okay, Fehler zwei ist alles andere als erklärbar und die Lösung dürfte dem einen oder anderen Kopfzerbrechen bereiten. Grundsätzlich wird der Router von TPCast fixfertig konfiguriert geliefert und sollte keinesfalls in seiner Konfiguration verändert werden. Was aber, wenn genau das Teil den Ärger bereitet? Zur Reparatur einsenden?

Hier also eine kurze Anleitung, was ich über den Router bzw. dessen Sinn und Konfiguration herausgefunden habe:

Der Router wird zwischen den PC und das Internet geschaltet. Auf der WAN-Seite braucht der Router ein Netzwerk, das einen DHCP-Server bereitstellt. Das dürfte bei den meisten Heimnetzwerken der Fall sein. Auf der LAN-Seite stellt dann der Router ein Netzwerk mit der IP 192.168.144.0 bereit. Der Router selbst hat die IP-Adresse 192.168.144.1 und ist über ein Web-Interface konfigurierbar. Das Passwort ist für alle Router gleich und lässt sich mit ein wenig Googeln schnell mal rausfinden. Ich schreibe es hier absichtlich nicht auf, da ich Gelegenheits-Konfiguratoren davon abhalten möchte, ihren Router zu schrotten.

Wer sich dann mal erfolgreich im Router eingeloggt hat, der sollte, egal wie der Zustand des Routers gerade ist, über das Wartungsmenu eine Sicherung der aktuellen Konfiguration erstellen. So lässt sich der aktuelle Zustand jederzeit wieder zurückholen. An der Rückseite des Routers gibt es einen Reset-Button. Dieser setzt den Router nicht etwa in den Zustand der Lieferung sondern auf Werkszustand zurück. Ohne Konfiguration bzw. das notwendige Wissen dürfte es ein langer Prozess werden, das Gerät wieder zu konfigurieren. Also nicht dran rumfummeln, wenn Sie nicht wissen, was Sie tun.

Nachdem ich eine Ahnung hatte, dass mein Router Teil des Problems sein könnte, habe ich mir diesen mal vorgeknöpft. Das Login erfolgt über die oben erwähnte Adresse:

TPCast_Login

Begrüsst wird man vom Router-Modus:

TPCast_Operation_Mode

 

Wer das Backup-Menu sucht, hier ist es. Zu finden unter den System-Tools:

 

TPCast_Backup

Mich hat aber viel mehr das Menu der WLAN Settings interessiert. Speziell die Konfiguration des 5G. Ob man es glaubt oder nicht, da war der Haken unter Wireless Enable nicht gesetzt. Das habe ich dann gemacht und den Mouds noch auf 11a Only gesetzt. Siehe da, nach einem Neustart der ganzen Anlage funktionierte wieder alles einwandfrei

TPCast_5Ghz1

Im Feld SSID muss übrigens die Angabe stehen, die sich auch auf dem Power-Adapter des Headsets befindet.

Windows Updates - Zeitgesteuerter Ärger vorprogrammiert

Windows und ich werden wohl zeitlebens nicht wirklich dicke Freunde werden. So sehr ich das Betriebssystem auch schätze und verwende, so sehr hasse ich es, wenn das Teil nicht das macht, was ich will. Das gilt im Besonderen für die Updates. Leider habe ich schon einige Male die Erfahrung gemacht, dass gerade bei Windows 10 im Hintergrund Updates heruntergeladen und installiert werden, ohne dass man davon etwas bemerkt. Es steht dann oftmals ein Restart des Systems aus und bis dahin funktionieren einige Anwendungen nicht mehr richtig. Also wenn Sie feststellen, dass z.B. Steam, eine Anwendung in der VR oder was auch immer, nicht mehr richtig funktioniert, dann schauen sie mal in die Verwaltung der Updates von Windows 10 rein. Wenn dort steht, dass Updates oder ein Restart des Systems ausstehend sind, dann holen Sie dies nach. Einige Updates werden "ausserhalb der Nutzungszeit" zeitgesteuert installiert. Es kann also sein, dass der Rechner gelegentlich einen Neustart macht, ohne lang danach zu fragen.

Treiber - Nicht vergessen

Wenn Sie alle Updates gemacht haben, dann reicht das unter Umständen noch nicht. Oftmals werden Treiber in der Systemsteuerung bzw. im Gerätemanager nicht automatisch ebenfalls auf den neusten Stand gebracht. Das ist jedoch häufig zwingend notwendig. Falls es also irgendwo hakt, dann sorgen Sie dafür, dass alle Geräte im Gerätemanager einen aktuellen Treiber erhalten. Für das VR-Erlebnis sind dies vor allem die Treiber für Grafik und Audio

Verbindungsfehler vom PowerPack zum WLAN

Oben habe ich bereits beschrieben, dass nach dem Ausbau meines Stativs auf einmal die Verbindung vom PowerPack zum WLAN nicht mehr funktioniert hat. Da lag der Fehler noch bei einem simplen Häkchen für das 5Ghz-Signal des Routers. Leider kann ich nun nicht behaupten, dass damit das Problem wirklich gelöst ist. Interessanterweise kommt diese Verbindung, also vom PowerPack zum WLAN-Router über 5Ghz öfters nicht bzw. erst nach langer Zeit zu Stande. Der Ablauf ist dabei immer gleich:

- Hochfahren aller Komponenten

- Starten der TPCast-Verbindungssoftware

- Feststellen, dass die Software nicht über das zweite Symbol hinausläuft

Ebenfalls interessant ist, dass die Verbindungssoftware nicht immer gleich weit kommt. Einmal sieht sie gar keine Verbindung, ein andres Mal läuft sie bis zum vierten Symbol und beginnt wieder von vorn und manchmal verliert sie die Verbindung nach ein paar Sekunden. Allerdings ging die Verbindung noch kein einziges Mal verloren, wenn eine VR-Applikation lief.

Seit ich TPCast einsetze habe ich mir ein paar Regeln vermerkt, die das Verbindungsproblem etwas entschärft haben:

- Ich starte die Anlage immer in der selben Reihenfolge, die bisher funktioniert hat

- Die Geräte (Controller, Brille mit PowerPack) sind immer am selben Ort

- Bei einem Problem wird zuerst zwei Minuten gewartet bevor ich mit der Fehlersuche beginne

- Die LED des Empfängers der Brille wie auch dem Gegengerät am Stativ müssen beide schnell blinken

- Die Anzeige-LED für den 5Ghz-Empfang des Routers muss schnell blinken. Nur dann hat das PowerPack eine Verbindung zur Antenne. Es hat hier auch schon geholfen, die Brille bzw. das PowerPack in der Umgebung von 50cm der Antenne des Routers zu bewegen. Das Ergebnis ist aber nicht reproduzierbar

Lernen macht Spass - Die Buzzer-Anlage im Klassenzimmer

Lernen ist eigentlich nicht mehr und nicht weniger als der fortwährende Kampf gegen das Vergessen. So oder ähnlich habe ich dies mal im Internet gelesen. Aus der eigenen Erfahrung kann ich Dinge besser im Kopf behalten, wenn ich sie mit einem bestimmten Ereignis verknüpfen oder ihnen einen Bezug zur Ralität zuordnen kann. Lernen ist nicht nur zeitintensiv sondern auch recht anstrengend. Als Dozent habe ich im Klassenzimmer eigentlich den einfachsten Job. Ich habe das Wissen bereits und muss es nur noch vermitteln. Die Studenten hingegen sind aufgefordert, es aufzunehmen, zu verarbeiten und schliesslich auch anzuwenden.

Der typische Frontalunterricht ist zwar in meinen Augen nach wie vor eine wichtige Methode um Wissen zu vermitteln, sollte aber auf ein Minimum beschränkt werden. Vielmehr versuche ich meinen Unterricht so zu gestalten, dass die Teilnehmer selbst Wissen erarbeiten und auch deren Ergeiz geweckt wird, mit ihrem Wissen einen Teil zum Unterricht beizutragen.

Schon vor einigen Jahren habe ich mir im Klassenzimmer sowas wie eine Buzzer-Anlage gewünscht. Wieso? Ganz einfach. Ich repetiere gern mal den Stoff mittels einem Quiz. Aber das ist nicht ganz einfach, da ich als Dozent ständig entscheiden muss, wer denn nun die Antwort zuerst geliefert hat. Daher wäre es doch genial, wenn ich die Klasse in ein paar Gruppen aufteilen könnte, die dann wie in einer Quiz-Show einen roten Knopf drücken, wenn sie die Antwort auf eine Frage wissen. Das System müsste aus den Pilztastern für die Studenten bzw. Gruppen, einer Anzeigetafel, einer Möglichkeit zum Rücksetzen und einer Steuerbox bestehen. Die Anzeigetafel hängt z.B. vorne an der Wand, die Pilztaster sind auf dem Tisch platziert und der Dozent oder Spielleiter hat ein Gerät, mit dem er die Anlage steuern bzw. rücksetzen kann. Die Anlage müsste einfach auf- und wieder abgebaut werden können.

Im Frühling 2016 habe ich mich dann entschieden, so eine Anlage zu bauen. Herausgekommen ist folgendes:

Buzzer

Auf dem Bild sieht man 6 Pilztaster und die so genannte Reset-Box für den Dozenten. Dazu kommt noch die Anzeigetafel:

Buzzer_Anzeige

Die Steuerung der Anlage übernimmt ein Arduino-Board, verpackt in einer Box:

Buzzer-Box_Arduino

Im Moment ist die ganze Anlage noch kabelgebunden, aber das sollte sich dann irgendwann, wenn ich für einen Umbau Zeit habe, ändern.

Der Aufbau ist simpel. Jede Gruppe erhält einen Buzzer-Knopf auf den Tisch. Dieser sollte so aufgestellt werden, dass die beiden LED's an der Front in Richtung des Quizmasters zeigen. Wird nämlich ein Buzzer gedrückt, dann fangen die beiden LED's im Wechsel an zu blinken. Das hilft dem Quizmaster den Überblick zu behalten, welche Gruppe zuerst gedrückt hat. Der Quizmaster hat dadurch drei Möglichkeiten dies zu prüfen:

  1. Die LED's des jeweiligen Buzzer-Knopf's blinken abwechselnd
  2. Für jeden Buzzer gibt es auf der Reset-Box ebenfalls eine LED
  3. Auf der Anzeigetafel leuchten drei LED's unter der Buzzer-Nummer die gedrückt wurde

Natürlich braucht es für die Buzzer-Anlage auch noch eine Steuerung. Wird ein Buzzer gedrückt, dann sind die restlichen Buzzer gesperrt. Wer also zuerst drückt, dessen Anzeige leuchtet auf und alle anderen Buzzer haben nun keine Wirkung mehr. Allein der Quizmaster kann die Anlage zurücksetzen, indem er auf den Roten Reset-Button auf der Reset-Box drückt.

Die Anlage wird derzeit für das Fach "ITP" bei der sfb in Emmenbrücke eingesetzt. Angehende HF in Unternehmensprozesse erhalten in diesem Fach Informatik-Wissen und wenden dieses in Form von verschiedenen Aufträgen an. Die Studenten werden sporadisch zu sogenannten Challenges aufgerufen. Eine Möglichkeit einer solchen Challenge ist z.B. ein Buzzer-Game zur Repetition des bisher verarbeiteten Stoffs.

Ein Quiz sieht dann im Aufbau möglicherweise so aus:

Aufbau_Quiz_Couverts

Jede Gruppe wählt in diesem Fall z.B. aus einem bestimmten Themenbereich eine Frage. Diese wird vorgelesen und jede Gruppe darf mittels Buzzer versuchen eine Antwort abzuliefern. Die Varianten der Spielführung sind hier vielfältig. Z.B. habe ich auch schon vorgegeben, dass die Gruppen versuchen müssen ein "Vier gewinnt" hinzukriegen.

Meine Erfahrungen

Die Buzzer-Anlage ist eine Bereicherung / Auflockerung im Klassenzimmer. Der Einsatz der Anlage soll "dosiert" erfolgen. In 14 Unterrichtsblöcken kommt bei mir die Anlage zwei bis dreimal zum Einsatz. Die Anlage wird einer "modernen Lernethode" gerecht und die Aufmerksamkeit der Teilehmer ist erheblich grösser als bei einem einfachen "Fragen-und-Antworten-Spiel". Das die Anlage über Kabel läuft und zuerst aufgebaut werden muss, tut der Sache keinen Abbruch. Anhand dieser Anlage lässt sich auch ganz gut zeigen, wie viel Informatik heute in den Dingen steckt. Immerhin muss auch der Arduino erstmal programmiert werden, bevor die Anlage funktioniert. Zum Einsatz kommt hier übrigens ein Arduino Mega:

Arduino Mega

Der Arduino Mega bietet für die Anlage genug Anschlüsse und gewärleistet somit auch eine gewisse Flexibilität. Die ganze Einrichtung liesse sich natürlich noch endlos erweitern, aber für die paar Male wo diese zum Einsatz kommt, reicht es und das ist das Wichtigste

Probleme

Ich möchte an dieser Stelle auch noch kurz auf die Probleme der Buzzer-Anlage eingehen:

  • Die Kabel sind zwar nicht störend, behindern den Aufbau jedoch in einem gewissen Mass
  • Die Anlage hat derzeit noch keine akustische Signalisierung
  • Als Quizmaster vergisst man schnell mal die Anlage zurückzusetzen. Es braucht etwas Übung und Koordination
  • Der Aufwand für ein Quiz ist auch ohne die Anlage schon gross genug
  • Die Anlage ständig mitzuschleppen ist nicht jedermanns Sache
  • Es wird schnell mal auf die nicht vorhandenen Funktionen hingewiesen. Die Ansprüche der Studenten sind im Zeitalter des Smartphones nicht gerade bescheiden
  • Die Frage, ob sich der Einsatz einer solchen Anlage lohnt, ist berechtigt

Falls jemand am Bau einer solchen Anlage interessiert ist, kann er oder sie sich gern an mich wenden

TPCast für HTC Vive

 

Lang hat's gedauert - Endlich ist sie da - Die Wireless Extension für HTC Vive - TPCast

 

tpcast

 

Das Set macht, wie schon das der HTC Vive, einen sehr noblen Eindruck. Allerdings muss ich zugeben, die Menge der Teile ist nicht jedermans Sache. Am Besten legt man die Teile auf einem Tisch aus und fängt mal an die Anleitung Schritt für Schritt durchzuarbeiten. Versuchen Sie es erst gar nicht mit dem beigelegten Zettel sondern gehen Sie gleich auf die Webseite http://www.tpcastvr.com. Gehen Sie für die Installation nicht auf die Webseite tpcast.cn. Auf dieser Seite beziehen sich einige Informationen auf die Vorab-Version der TPCast. Wer dort die Ansicht auf Englisch umschaltet und auf Software Download geht, der bekommt den PC Client mit der Version 1.1.2 angeboten (TPCAST Wireless Adaptor for VIVE). Diese Version funktioniert nicht mit der neusten Version der TPCast-Ausrüstung. Zumindest lief sie bei mir im Labor nicht. Ich habe die Version 1.1.4 am Laufen und die funktioniert einwandfrei.

 

Unter demReiter Support gibt es ein Video, welches gut beschreibt, wie man die bestehende Ausrüstung auf TPCast umrüstet. Wem das nicht genügt, der soll auf Youtube noch nach TPCast suchen und erhält einige zusätzliche Videos. Aber Achtung: Einige Videos sind veraltet oder beinhalten Fehler. Wer sich dann nicht auskennt, der sucht möglicherweiese stundenlang Fehler und bringt auch dann die Ausrüstung nicht zum Laufen. Hier ein paar Tipps zum Ablauf der Umrüstung und der Inbetriebnahme:

 

  • Legen Sie den Inhalt der Verpackung (TPCast) auf einem Tisch aus

  • Rüsten Sie zuerst die Brille um. Hierfür ist das Video auf der Webseite von TPCast sehr nützlich. Da es bereits mehrere Videos zum Thema gibt, erspare ich mir das hier

  • Ist die Brille umgerüstet, dann sind in der Front 4 Kabel eingesteckt, der Sender/Empfänger (HMD Transmitter) am Kopfband ist montiert und das Anschlusskabel hängt nun frei (3 Anschlüsse)

  • Bauen Sie den Akku und den dazugehörigen Adapter gemäss Video zusammen und schliessen Sie die Kabelenden der Brille daran an. Der Akku sollte vor der ersten Verwendung 12 Stunden geladen werden, so dass alle 4 LED der Ladeanzeige blau leuchten

  • Der Akku inkl. Adapter gehört in die mitgelieferte Schutztasche und die Tasche an den Gurt. stellen Sie den Gurt zuerst mal ohne Akku ein. Der Gurt sollte eingermassen straff sitzen. Vorsicht. Der Akku bzw. dessen Beutel und der Gurt sind nicht fest miteinander verbunden. Bein An- und Ausziehen sollte daher darauf geachtet werden, dass der Beutel nicht vom Gurt rutscht. Das passiert recht schnell

  • Installieren Sie als nächstes den PC Transmitter. Das ist die schwarze Box mit der Nummer 2 in der Anleitung. Hierzu ein paar zusätzliche Infos:

    Der PC-Transmitter sollte so montiert werden, dass er den Raum überblickt. Ich selbst habe meinen Transmitter etwa 30cm über einem der beiden Laser-Empfänger der HTC-Vive an das Stativ montiert. Die Stative haben sich besser bewährt als das Aufstellen der Laser-Empfänger auf einem Schrank oder die Montage an der Wand. Der PC Transmitter von TPCast wird jedoch leider ohne Wandhalterung geliefert. In meinen Augen ist das wenig professionell, da die Laser-Empfänger der Vive jeweils solche Adapter haben. So gestaltet sich die Befestigung umständlich, da sich auf der Rückseite des PC Transmiiters nur ein Innengewinde 1/4" für Amateur-Kameras befindet. Wer sofort die Anlage einrichten möchte, aber keinen Adapter für dieses Gewinde zur Hand hat, der kann das Teil auch provisorisch mit einem Klettband oder so befestigen. Universelle Halterungen kann man sich dann auch später noch dazukaufen. Diese bekommt man in verschiedenen Online-Shops. Einfach mal nach "Kamera Stativ Zubehör" suchen. Auf keinen Fall sollte man versuchen eine Schraube mit metrischem Gewinde in den Aufnehmer zu versenken. Das Innengewinde nimmt dadurch Schaden und wird unbrauchbar.

    Befestigen Sie den PC Transmitter noch nicht definitiv. Wir müssen noch ein Pairing mit dem HMD Transmitter durchführen. Dafür müssen die Geräte beieinander liegen. Das wird schwierig, wenn eines der Geräte an der Wand hängt...

    Hat man eine feste Position für den PC Transmitter gefunden, dann wird das Kabel, das bisher von der Vive-Box zur Brille ging, nun an den PC Transmitter angeschlossen. Wichtig: Hier bleibt das USB-Kabel bzw. der Stecker übrig. Es wird also nur das Stromkabel und das HDMI-Kabel angeschlossen. Leider hat dies auch zwei Nachteile, die ich weiter unten noch dokumentiere.

    Fahren wir weiter mit der Liste:

 

  • Der PC Transmitter ist nun provisorisch an seiner Position. Achten Sie darauf, dass die Anschlusskabel zugentlastet sind

  • Bis hierhin sollte eigentlich der Zusammenbau problemlos geklappt haben

  • Nun kommt der mitgelieferte WLAN-Router zum Einsatz. Diesen habe ich bei mir direkt auf den Computer gelegt und die Antennen hochgestellt (Senkrecht). Nun wird der mitgelieferte Strom-Adapter mit dem Router verbunden und schliesslich mit dem Stromnetz verbunden. Der Router verfügt an der Rückseite über zwei Sorten Anschlüsse. Gelbe (Internes Netzwerk, LAN) und einen violetten Anschluss (Internet, WAN). Die folgende Schaltung ist nun nicht jedermanns Sache:

    Der Router wird zwischen den Internet-Anschluss und den PC geschaltet. Das mitgelieferte Ethernet-Kabel (Grau, beidseitig RJ-45-Netzwerkstecker) wird am Netzwerkadapter des Computers angeschlossen und mit einem der gelben Ports vom Router verbunden. Achtung: In einem Video auf Youtube wird das falsch dargestellt. Der Computer muss zwingend an einen LAN-Port und keinesfalls an den WAN-Port des Routers. Am WAN-Port wird schliesslich der vorhandene Internet-Anschluss eingesteckt. Am Internet-Anschluss sollte auch ein DHCP-Server verfügbar sein. So funktioniert auch der zwingend notwendige Internet-Zugang weiterhin. Achtung: Auch wenn es verlockend ist - Ändern Sie keinesfalls die Konfiguration des Routers.

    Weiter geht es mit der Liste:

 

  • Laden Sie auf der Webseite von TPCast die Software TPCAST wireless connection assistant herunter

  • Installieren Sie diese Software auf dem Computer und lassen das Setup durchlaufen. Wenn alles richtig läuft, dann werden 4 Punkte geprüft und anschlhiessend das System für gut befunden. Wenn Sie das geschafft haben, sind Sie am Ziel. Wichtig: Es gibt (fast) dasselbe Tool auf anderen Seiten zum Download. Nehmen Sie aber auf jeden Fall die Original-Software von TPCast. Beachten Sie auch, dass dieses Programm IMMER zuerst gestartet werden muss. Erst wenn dieses Programm gestartet ist, geht auch Steam. Läuft das Programm nicht, wird angezeigt, dass kein VR-Headset gefunden wurde

  • Nun kommt der letzte Punkt. Der HMD Transmitter muss mit dem PC Transmitter gepaart werden. Auch hierfür gibt es in der Anleitung einen entsprechenden Punkt. Geräte einschalten und nebeneinander legen. Die LED's beider Geräte sollten langsam blinken. Nun bei beiden Geräten den jeweiligen Pairing-Knopf drücken und gedrückt halten. Dies so lange, bis beim jeweiligen Gerät die LED ablöscht. Knopf loslassen und warten. Die LED's blinken zuerst langsam und nach etwa 10 Sekunden sollten sie schnell blinken. Das Pairing ist nun abgeschlossen

    Nun können wir mit dem kabellosen VR loslegen:

 

  • PC starten

  • Laser-Empfänger, Brille (Akku) und Controller müssen eingeschaltet sein

  • PC Transmitter muss mit Strom versorgt werden

  • Software für TPCast muss gestartet sein

  • Steam starten

  • VR-Anwendung starten

    Sofern Siealles richtig gemacht haben, sollte in der VR-Brille nun das gewohnte Bild von Steam oder der gewählten Applikation erscheinen.

    Probleme

    Wäre natürlich schön, wenn alles gleich klappt. Zwei Probleme sind aber schon zum Vornhinein fest eingebaut:

 

1.     Die eingebaute Kamera der HTC Vive geht nicht und wird vorläufig auch nicht funktionieren. Warum? Erinnern Sie Sich noch an den freien USB-Anschluss beim PC Transmitter? Genau darum. Die Kamera läuft nicht über Wireless und vorläufig gibt es hierfür keine Lösung

 

2.     Das eingebaute Mikrofon der HTC Vive geht ebenfalls nicht. Die Ursache ist dieselbe wie die der Kamera - Wurde leider nicht implementiert...

 

Mindestens für Problem 2 gibt es eine Lösung. Die kostet zwar erneut etwas Geld, ist aber tragbar. Ich habe auf dem Internet nach einem einfachen Bluetooth-Mikrofon und einem Empfänger gesucht. Gefunden habe ich ein kleines Gerät von Griffin:

 

Griffin

 

Zusammen mit einem handelsüblichen Bluetooth-USB-Adapter lässt sich das Teil auf einfache Weise als Funk-Mikrofon verwenden. Hierfür muss mann aber in den Vive-Einstellungen die Mikrofon-Quelle auf dieses Gerät umstellen. Die Kamera ist für mich wiederum nicht sonderlich wichtig und deshalb warte ich da mal, ob es bei Gelegenheit ein Update von TPCast gibt. Es wird auf diversen Seiten geschrieben, dass sich das Problem irgendwann mittels Firmware-Update beheben lassen soll, aber ob und wann dieses erscheint steht in den Sternen

 

Erstes Fazit zu TPCast

 

Wer VR ohne Kabel will, der kommt mit TPCast voll auf seine Kosten. Die Latenzzeit ist kaum merkbar und die Qualität des VR-Bildes leidet nur wenig. Mir persönlich scheint es, dass die Frequenz des Bilaufbaus etwas geringer ist. Hin und wieder bleibt auch das Bild für ganz kurze Zeit stehen oder wird grau. Anfangs führt das zu einer gewissen Desorientierung. Alles in allem überzeugt das Teil aber recht gut. Der Preis ist wiederum sehr hoch, was viele von der Anschaffung abhalten wird.Ich kann mir aber gut vorstellen, dass eine eventuelle Nachfolger-Version auch einen integrierten WLAN-Router hat und auch die Kamera und das Mikrofon funktionieren sollten